Klasse Start in die neue Saison:
LIS-Ansegeln 2010 auf der Maas
24. und 25.04.2010 Maas bei Roermond, Camping Hatenboer
Teilnehmer: Crews der Ilmen, Naranjita, Nina , Tina, "Namenlos" (rasante, schnittige, blau-weiße, renovierte Jolle, leider noch ohne Namen)
Ja, die Träume im kalten März waren groß. Ansegeln, endlich wieder Wasser unterm dem Kiel, die Schot in der Hand und die LIS durch die Welle
gleiten spüren. Im Forum und auf der Jahreshauptversammlung war schon der ein oder andere Schrick in den Schoten zu spüren. Je näher der Termin
jedoch rückte, desto geringer wurde die Anzahl der aktiven Mitplaner.
Großes Manko ist dann doch die geographische Verteilung der Lisser und
Lisserinnen mit leider recht weitem Anreiseweg. Hier kann keinem ein Vorwurf gemacht werden. Abhilfe: selbst mal, auch unter dem Jahr zum Heimatrevier
einladen (Gern über den Wanderwart). Organisation hält sich in Grenzen und Spaß gibt es auf jeden Fall, wie beim Ansegeln erneut erfahren.
Nun, kurz vor Start waren die bekennenden Ansegler doch ein wenig geschrumpft.
Wie Klasse war es, dass sich am Freitagabend schon drei
Bootsbesatzungen auf dem Camping Hatenboer (s.unten "Info") zum gemeinsamen Grillen versammelten. Da konnte das Fässchen Kölsch (jaja, auch das ist Lecker-Bier)
schon angeschlagen werden.
Nach einer kalten Zelt-Nacht (4 Grad) ertönten schon um 8 Uhr die fröhlichen Stimmen zweier weiterer LIS-Crews, die schon früh am Morgen
ihr Schätzchen an den Haken genommen und den Weg nach Hatenboer angetreten hatten. Fünf Crews! Das gab ein tolles Frühstück bei blauem Himmel und warmen Sonnenschein
mit sage und schreibe drei verschiedenen Nusscremesorten. Allein dies war schon ein Erlebnis: vier Generationen LIS-Seglerinnen und -Segler fröhlich an ein einem Tisch
voller Geschichten und Vorfreude auf das Wasser. Nun, Ansegeln heißt ja nicht unbedingt Regatta. Ansegeln heißt: immer mit der Ruhe und Genießen. Und unter diesem Motto
wurde erst einmal gemeinsam Klar-Schiff gemacht. Rigg kontrolliert, der ein-oder andere Schäkel getauscht, Tipps vergeben und bei den anderen "gespinxt"
("oh, so hast du das gelöst"). Allein diese Aktion wäre die Sache schon wert gewesen! Gegen Mittag waren dann alle Boote auf dem Wasser (sagenhaft guter langer Slip!).
Eine LIS war sogar so vom ersten Wasserkontakt des Jahres überwältigt, dass sie vor lauter Agilität Ihren Eigner ins das kalte Hafenwasser beförderte.
(Wobei sich gut beweisen ließ: ohne Badeleiter kein Entern.
Der Rest des Tages galt schönem Segeln bei max. 3 Bft. Ein Höhepunkt war ein Fünfer-Päckchen mit Kaffeekochen
vor Anker inkl. Ankerslip , Motorbootschlepp aus Legerwall und sicherer Verkattung mitten im Plaassen.
Apropos Motorboot. Wir hatten den Luxus eines Begleitschlauchbotes
mit Jung-Capitano M. und seinem 4PS-Racing-power-speedo-schlauchi. Das erlaubte auch (fast) professionelle Fotoshootings a la Seglerzeitschrift.
Abends lagen die LIS brav malerisch nebeneinander im Hafen und Ihre Crews ebenso malerisch beim Festmahl an Land. Die Losung: "jeder bringt mit was er/sie mag, alles kommt auf den Tisch und jeder
kann nehmen was er will" führte zu einem Buffet, das garantiert Sterne verdient hätte. Einfach Lecker, besonders nach so einem schönen ersten Segeltag. Am Sonntag wurden
nach opulentem Frühstück (jaja, die Nußcreme) und weiterer Erkundung der Segelumgebung (verlangt nach mehr!) die Boote gemeinsam wieder auf die Trailer gebracht und der
Heimweg angetreten. Aber alle waren sich einig: Super Start: wann geht's wieder los?
Daher: es gibt viele Gründe: Sommersegeln, Lustsegeln, Kurzsegeln, Einfachmalsosegeln, usw.
Jede Idee ist willkommen: Einfach beim Wanderwart melden.
Info:
Camping Hatenboer
Große Zelt und Caravanwiese, ausgezeichneter Slip, eigene Boxen, bestens für LIS geeignet, Kosten absolut im Rahmen, gut erreichbar mit Trailer
Segelgebiet: Maas mit angrenzenden Plaassen. Davon zwei in unmittelbarer Nähe zum Campingplatz. Absolut ausreichend für ein Wochenende. Aber auch geeignet als Ausgang für eine Wandertour über die Maas.
Bei Flaute ist die Maas mit kleinem Quirl gut zu fahren. In den Plaassen kaum Strömung.